Die Daten zur Anlage als dem zentralen Produktionsmittel eines produzierenden Unternehmens müssen mit besonderer Umsicht und Sorgfalt bereitgestellt und behandelt werden, da sie unmittelbare Grundlage für alle hierauf basierenden Geschäftsprozesse darstellen.
Strukturelle Fehler oder Unzulänglichkeiten wirken sich äußerst negativ auf die anlagenbezogenen Produktions-, Instandhaltungs- oder materialbezogenen Prozesse aus. Deshalb stellt das openBMS mächtige Instrumentarien zur Verfügung, mit deren Hilfe die Strukturierung der Anlagendaten in jedem erforderlichen Feinheitsgrad möglich ist. Außerdem werden Änderungen an der Anlage entsprechend dokumentiert, und die Historie der Anlagenänderungen ist bei Bedarf rückverfolgbar.
Die Anlagenbeschreibung bildet die Bestandteile Ihrer Anlage und deren verfahrenstechnisches Zusammenwirken ab.
Dabei stehen technisch begründete Strukturen im Vordergrund. Durch Customizing lässt sich jede Art von technischer Anlage in beliebiger Erfassungstiefe gemäß Ihren betrieblichen Anforderungen abbilden.
Die Anlagenbeschreibung ist ein Basissystem, d. h. die Anlagendaten stehen in allen anderen Systemen des openBMS zur Verfügung und bilden die Grundlage zur technischen und kostenmäßigen Beschreibung der Anlage und der damit verbundenen Abläufe.
Zwischen einzelnen Objekten der Anlagenbeschreibung kann grafisch navigiert werden.
Der Explorer des openBMS ist ein visualisierendes Hilfsmittel, mit dem Sie sich virtuell durch Ihre Anlage bewegen können. Es können alle Anlagenteile und deren Beziehungen zueinander grafisch dargesetllt werden. Per Mausklick lassen sich z. B. zugehörige Anlagendaten, zugeordnete Störungen, Arbeitsaufträge oder Freischaltungen abrufen.
Bei Bedarf können Sie sich zwischendurch in Stücklisten, Materiallisten oder Betriebsstundenzählern von Anlagenteilen informieren, um anschließend Ihre virtuelle Begehung fortzusetzen. Die übersichtliche Darstellung des Navigators sorgt dafür, dass Sie dabei nicht den Überblick verlieren.
Durch Werk- oder Seriennummern identifizierte Hardware, die in der Anlage eingebaut ist oder sich im Lager, in der Werkstatt oder z. B. zur Instandsetzung beim Hersteller oder Lieferanten befindet, wird bei Bedarf als "Individuum" verwaltet.
Natürlich sind die der Hardware zugeordneten Daten wie Dokumentationen, Typdaten oder Stücklisten ebenfalls aus dem Navigationsbereich heraus durch Mausklick abrufbar.
Die Typisierung ist ein Werkzeug, mit dem Ersatz- und Reserveteile Materialklassen zugeteilt werden können, für deren Beschreibung jeweils einheitliche, aus Baukästen zusammengesetzte Sachmerkmalleisten verwendet werden.
Damit wird ein Grad an Strukturierung und Normierung erreicht, der die Transparenz des Lagerbestandes entscheidend verbessert und so Ansätze zur Optimierung der Lagerführung eröffnet.
Bei dieser Vorgehensweise können die Lagerkosten und das durch eingelagertes Material gebundene Kapital reduziert werden. Weitere Vorteile einer Typisierung sind vereinheitlichte Verfahren zur Datenverarbeitung und einheitliche Darstellung der Daten zu verschiedenen Materialien, so dass einerseits der DV-Aufwand, andererseits der Lernaufwand des Anwenders reduziert und damit der Umgang mit der Datenverarbeitung auch sicherer werden.
Im openBMS können die folgenden Stücklisten verwaltet werden:
Die Stücklisten können verwendet werden bei
Entsprechend stellt sich der Nutzen der Stücklistenverwaltung u.a. wie folgt dar:
Mit Hilfe von Stücklisten können die für eine konkrete Instandhaltungsmaßnahme erforderlichen Ersatzteile aufgelistet und bei Aktivierung der Maßnahme automatisch im Lager reserviert werden.
Desweiteren kann die Summe aller Stücklistenpositionen als Grundlage für die Optimierung des Lagerbestandes herangezogen werden.
Der Lebenslauf ist die Summe aller Ereignisse, die maschinell aus dem IH-Management generiert oder manuell angelegt werden können.
Im openBMS wird der Lebenslauf bei den Objekten der Anlagenbeschreibung (AKZ, KKS etc.) sowie der Hardware geschrieben.
Der Lebenslauf z.B. einer Hardware ist vom Wareneingang über den möglichen mehrfachen Einsatz in der Anlage mit allen Instandhaltungsmaßnahmen bis hin zur Verschrottung rückverfolgbar bzw. kann per Suchen und Listen ausgewertet werden.
Zu jeder Art von Ereignissen wie z.B. Reparatur, Wartung, Austausch etc. kann durch Customizing vorgegeben werden, welche Daten für den Lebenslauf relevant sind und zur Verfügung gestellt werden sollen.